Der französische Softwareentwickler Fabrice Bellard hat ein neues Bildformat vorgestellt: Better Portable Graphics – kurz BPG. Hier erfahren Sie, was BPG ist und ob es JPEG den Rang ablaufen könnte.

Better Portable Graphics basiert auf dem Verfahren High-Efficiency-Video-Coding, einem Standard für die Videokompression. Es unterstützt sowohl verlustfreie als auch verlustbehaftete Kompression. Es ist zudem möglich, Metadaten in die Bilddatei einzubetten – beispielsweise ICC oder XMP. So kann das Bild um zusätzliche Informationen erweitert werden.

BPG unterstützt die gleichen Farbräume wie JPEG – unter anderem RGB, CMYK und YCgCo. Die Farbtiefe reicht dabei allerdings von acht bis 14 Bit pro Kanal, was einen höheren dynamischen Kontrast ermöglicht. Ein großer Vorteil gegenüber JPEG ist zudem die Bildqualität. Trotz einer geringeren Dateigröße ist die Qualität bei BPG deutlich höher als bei JPEG.

Bisher hat BPG allerdings einen ebenso großen Nachteil gegenüber JPEG: Die Dateien lassen sich momentan nur über Kommandozeilen-Tools erstellen. Daher bleibt vorerst abzuwarten, inwiefern sich BPG durchsetzen kann. Ersetzen wird es JPEG in absehbarer Zeit sicher nicht – eine interessante Alternative ist es trotzdem.

via www.golem.de